
Lesung: Das Unmögliche wollen.
Freiheit und Liebe bei Franziska zu Reventlow
“O, wäre ich frei, diese Unfreiheit ist so furchtbar drückend und tötet alles, was man in sich hat.”
‚Heidnische Heilige‘, ‚Madonna mit dem Kinde‘ oder einfach die ‚Münchner Gräfin‘ wurde Franziska zu Reventlow genannt, die vor allem durch ihr unkonventionelles Leben in der Enge des Kaiserreichs bekannt wurde. Eine Malerin wäre sie gerne geworden, als Geliebte und Mutter hat sie sich verwirklicht und sich erst spät zu ihrer Schriftstellerei bekannt.
Eine Kollage aus der Biografie, Texten Franziska zu Reventlows sowie Anekdoten zeichnen ein anschauliches Bild dieses ungewöhnlichen Lebens, das vom Kampf um Selbstbestimmung geprägt war.
Astrid Hohlbein wurde 1966 in Hanau am Main geboren. Ihr Studium der Germanistik, Sozialpsychologie und Älteren Skandinavistik an der Goethe-Universität in Frankfurt am Main schloss sie mit dem Magister Artium und einer Magisterarbeit über Franziska zu Reventlow ab. Auch nach ihrem Studium ließ sie die „Münchner Gräfin“ nicht los, und sie erweiterte das Material in den folgenden Jahren zu einer Biografie.
Seit vielen Jahren sieht sie ihre Aufgabe darin, Literatur durch Spaziergänge und Lesungen zu vermitteln. Denn: Literatur ist für alle da! Deshalb macht es ihr besondere Freude, Menschen auch unbekannte Seiten von Autorinnen und Schriftstellern näher zu bringen. So weiß zum Beispiel kaum jemand, dass Jack London nicht nur Abenteuerschriftsteller war, sondern sich auch für sozial Benachteiligte einsetzte und biologische Landwirtschaft betrieb.
