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OVAG Literaturgarten – Es liest Anne Weber

30 September | 17:00 - 19:30
Bunte Blumenwiese mit drei geöffneten Büchern, die wie Blüten zwischen den Pflanzen stehen.

Anne Weber liest im „Literaturgarten“ aus ihrem jüngsten Roman „Und dann war es ein Traum“

(erscheint bei Matthes & Seitz im Januar 2027) 

Im Garten einer Potsdamer Villa treffen sich im Juni 1914 eine Handvoll Weltverbesserer, darunter der Anarchist Gustav Landauer, der Mystiker Erich Gutkind und Anne Webers Urgroßvater Florens Christian Rang, um im Glauben an die Kraft des Geistes der Menschheit zu einer besseren Zukunft zu verhelfen.  

Der kurz darauf ausbrechende Weltkrieg sprengt die kleine Gruppe. Landauer wird 1919 ermordet, seine Nachfahren gehen, wie auch Gutkind, ins amerikanische Exil. Was aber wäre, so fragt sich die Erzählerin in Anne Webers neuem Roman, wenn man abgebrochene Gespräche wieder aufnehmen, Streitigkeiten auch über die Grenzen des Lebens hinaus bereinigen könnte? Entlang der vor mehr als hundert Jahren fallen gelassenen Fäden begibt sie sich auf eine unvorhersehbare Reise durch die Erschütterungen des 20. Jahrhunderts, von der Münchner Räterepublik über Hollywood und den American Dream bis hinein in das New York der Gegenwart. Was verbindet den Idealismus von damals mit den Hirngespinsten von heute? Wann wird aus der Utopie ein Albtraum? 

Leichtfüßig und mit unbändiger Neugier zeichnet Anne Weber die Spuren des Gewesenen bis in die Gegenwart nach. Was dabei entsteht, ist ein Roman über das Leben der Toten, über Idealismus und seine Gefahren, über persönliche Freundschaft und große gesellschaftliche Träume – und über die behutsam eindringliche Frage, was wir heute zu träumen wagen können.