So verändert die Landesgartenschau Gedern nachhaltig – Etwa 120 Interessierte schauen hinter den Bauzaun
Rund 120 Interessierte nutzten am Samstag die Gelegenheit, einen Blick hinter die Kulissen der Landesgartenschau Oberhessen 2027 zu werfen. Bei einem Rundgang durch den Schlosspark Gedern – eines der beiden Ausstellungsgelände – führten Geschäftsführer Thomas Hellingrath und Bauleiter Christopher Blos über das Areal und gaben Einblicke in den aktuellen Stand der Bauarbeiten.
Schon jetzt ist erkennbar, wie sich der terrassenförmig angelegte Park weiterentwickelt. Ziel ist nicht nur ein attraktives Ausstellungsgelände für die Dauer der Landesgartenschau, sondern eine dauerhafte Aufwertung für die Stadt Gedern. Neue Wege, eine bessere Aufenthaltsqualität, moderne Infrastruktur und mehr Barrierefreiheit sollen langfristig allen zugutekommen.
Der Park ist bereits heute ein wichtiger Ort für viele Menschen – von Anwohnerinnen und Anwohnern über Familien bis hin zu Spaziergängern. Künftig wird er noch besser nutzbar sein. Die Wege werden erneuert und so gestaltet, dass der Park weitgehend barrierefrei zugänglich ist. Wo es topografisch notwendig ist, sorgen alternative Wegeführungen für eine gute Erreichbarkeit aller Bereiche.
Auch gestalterisch wird der historische Charakter des Parks stärker hervorgehoben. Freigelegte Sichtachsen ermöglichen wieder den Blick auf das Schloss, während neue Elemente wie ein Geophyten-Rondell im ehemaligen Barockgarten zusätzliche Akzente setzen.
Ein wichtiger Bestandteil der Umgestaltung ist die nachhaltige Entwicklung. So wurden unter anderem Zisternen zur Speicherung von Regenwasser eingebaut, das künftig für die Bewässerung genutzt wird. Wiesenflächen werden mit regionalem Saatgut eingesät und teilweise extensiv gepflegt, um die Biodiversität zu fördern.

Im Bereich der ehemaligen Tennisplätze entsteht der Beratungsgarten des Landesbetriebs Landwirtschaft Hessen. Während der Landesgartenschau erhalten Besucherinnen und Besucher hier praktische Tipps für den eigenen Garten. Im Anschluss wird die Fläche als Schulgarten weiter genutzt. Ergänzt wird das Angebot durch das „Bunte Klassenzimmer“ mit Bildungs- und Mitmachangeboten für unterschiedliche Zielgruppen.
Auch der PikoPark, ein naturnaher kleiner Stadtpark, ist Teil der Planung. Gemeinsam mit Bürgerinnen und Bürgern entwickelt, soll er dauerhaft erhalten bleiben und Raum für heimische Pflanzen, ökologische Zusammenhänge und Erholung bieten.
Weitere Elemente wie eine neue Spielfläche, der renaturierte Mühlbach und der geplante Klimahain zeigen, wie ökologische Aspekte, Aufenthaltsqualität und neue Nutzungsmöglichkeiten miteinander verbunden werden. Während der Landesgartenschau wird zudem eine Veranstaltungsfläche mit Bühne entstehen, die regelmäßig bespielt wird.
Der Eindruck nach dem Rundgang: In Gedern entsteht nicht nur ein Ausstellungsgelände, sondern ein Park mit langfristiger Perspektive.


