Ehrenamtler sind startbereit

Beim Informationstreffen für Ehrenamtliche der Landesgartenschau Oberhessen 2027 in der Kulturremise in Gedern wurde schnell deutlich, wie groß das Interesse in der Region bereits ist. Rund 100 Stühle waren vorbereitet, doch sie reichten nicht aus. Viele Besucher aus ganz Oberhessen waren gekommen, um mehr über die Möglichkeiten des ehrenamtlichen Engagements zu erfahren.

Für einen humorvollen Moment sorgte gleich zu Beginn Bürgermeister Guido Kempel. Aus dem Publikum kam während seiner Begrüßung die Frage: „Und wer sind Sie?“ Gelächter im Saal – der Rathauschef nahm den Zwischenruf mit Humor. Gleichzeitig zeigte der Moment, dass viele Gäste von außerhalb nach Gedern gekommen waren.

Das Interesse der Besucher ist groß. Die etwa 100 Stühle in der Kulturremise reichen nicht aus. Foto: LGS/Lenz

Moderator Andreas Prasse (l.) und Geschäftsführer Florian Herrmann. Foto: LGS/Lenz

Durch den Abend führte Moderator Andreas Prasse im grünen Ehrenamts-T-Shirt der Landesgartenschau. Seine Botschaft war klar: In der Vorbereitung auf die Gartenschau bewegt sich bereits viel – doch ohne engagierte Menschen aus der Region wird das Projekt nicht funktionieren.

Auch Geschäftsführer Florian Herrmann betonte die Bedeutung der Gartenschau für Oberhessen. Rund 30 Millionen Euro an Fördermitteln fließen in Projekte, Parks und Infrastruktur. Gleichzeitig wird die Region im Jahr 2027 viel Aufmerksamkeit erhalten. Eine Gartenschau lebe jedoch nicht nur von neuen Anlagen und Veranstaltungen, sondern vor allem von den Menschen, die sie mit Leben füllen.

Wie das Ehrenamt organisiert ist, erklärte Ehrenamtskoordinatorin Bärbel Wern. Die Landesgartenschau dauert insgesamt 165 Tage und bietet täglich Programm. Entsprechend vielfältig sind die Aufgaben der Ehrenamtlichen – vom Besucherempfang über Informationsdienste bis zur Unterstützung bei Veranstaltungen.

Wer sich engagieren möchte, wird Teil eines sogenannten Flexpools. In einem digitalen System können sich Ehrenamtliche selbstständig für Einsätze eintragen und entscheiden, wann und wie lange sie helfen möchten. Eine Schicht dauert meist zwei bis vier Stunden. Wer insgesamt 120 Stunden mitarbeitet, erhält als Anerkennung den Preis der Dauerkarte für die Landesgartenschau erstattet.

Ehrenamtskoordinatorin Bärbel Wern ist mit der Resonanz sehr zufrieden. Foto: LGS/Lenz
Sandra Laurenz ist bereits in Fulda als Gästeführerin unterwegs gewesen. Foto: LGS/Harald Schubert

Eine besondere Aufgabe übernehmen die Gästeführerinnen und Gästeführer. Sie begleiten Besuchergruppen über das Gelände und vermitteln spannende Einblicke in Natur, Geschichte und Besonderheiten der Region. Sandra Laurenz aus Freiensteinau hat diese Aufgabe bereits bei der Landesgartenschau in Fulda übernommen. Für sie war es eine bereichernde Erfahrung – vor allem durch die Begegnungen mit vielen Menschen und die Möglichkeit, ihre Region zu präsentieren.
Auch für die Landesgartenschau Oberhessen beginnt die Ausbildung der Gästeführerinnen und Gästeführer im Herbst.

Zum Abschluss des Informationstreffens erhielten die Besucherinnen und Besucher eine kleine Aufmerksamkeit: eine Blumenzwiebel einer mehrfach ausgezeichneten Dahlie von der Blumeninsel Mainau. Bereits während des Abends trugen sich mehrere Interessierte für das Ehrenamt ein

Info:
Die Gästeführerausbildung beginnt im Herbst. Wer sich ehrenamtlich bei der Landesgartenschau Oberhessen einbringen möchte, kann sich bei Bärbel Wern unter ehrenamt@lgs-oberhessen.de oder unter der Rufnummer 0151-500 583 31 melden. Wer gerne erfahren möchte, wie sich die Baustellen entwickeln, kann sich folgende Termine vormerken: Im Schlosspark Gedern findet am 21. März ab 11 Uhr eine Baustellenführung statt. Der Termin für Büdingen ist am 17. April ab 16 Uhr. Ab 18 Uhr veranstaltet die Stadt Büdingen in der Willi-Zinnkann-Halle eine Infoveranstaltung. In Bad Salzhausen haben Interessierte am 23. April die Möglichkeit, hinter die Kulissen zu schauen. Die Tour durch den Unteren Kurpark beginnt um 16 Uhr.

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