Es tut sich was: Jede Woche wird der neue Stadtpark in Büdingen ein bisschen fertiger. Wer in der Mittagspause oder beim abendlichen Stadtspaziergang am Bauzaun entlangflaniert, erkennt tagtäglich Fortschritte und Veränderungen. Dass der Bauzaun für alle Interessierten geöffnet wird und die Bauleitung der Landesgartenschaugesellschaft den Bürgerinnen und Bürgern erläutert, was geschieht – das passiert allerdings nur etwa zweimal im Jahr.
Der nächste Termin ist am Donnerstag, 20. August 2026.
Derzeit wird vor allem auf dem Vorplatz der Willi-Zinnkann-Halle gearbeitet. Die Pflanzmulden als Teil der Regengärten sind für die Bepflanzung im Herbst vorbereitet, Leitungen wurden verlegt und die Fläche neu gepflastert. Nun wird direkt entlang des Veranstaltungssaals der Willi-Zinnkann-Halle das sogenannte Stadtsofa gebaut. Dort entsteht als Aufenthaltsfläche auf zwei Ebenen eine Sitzterrasse mit Blick in den Stadtpark. Das Stadtsofa kann als kleine Bühne genutzt werden. Gemeinsam mit dem Fontänenfeld, das auf dem Rathausvorplatz angelegt wird, bildet das Stadtsofa das Herzstück der neuen Begegnungs- und Verweilfläche direkt am Gebäude der Stadtverwaltung.
Was man derzeit noch nicht erkennen kann, sind die Aufenthalts- und Spielflächen für Jung und Alt auf der östlichen Seite des Stadtparks. Dort werden Boulebahnen, eine Calisthenicsfläche sowie inklusive Spielmöglichkeiten für Kinder entstehen. Auch die Bereiche am Ufer des Seemenbachs sollen zum Spielen und Verweilen einladen und werden in den kommenden Monaten entsprechend gestaltet.
Was man ebenso wenig sieht: in der Planung des neuen Stadtparks werden neueste Erkenntnisse zu nachhaltiger Bepflanzung und Klimaschutz berücksichtigt. Begriffe wie Schwammstadt und Hochwasserschutz sind derzeit in aller Munde.

Die Landesgartenschau und insbesondere der neue Stadtpark in Büdingen setzen diese Themen durch Anlage der Rasenfläche „Grünes Herz“ als begrüntes Retentionsbecken, das im Fall einer Überflutung Oberflächenwasser zurückhält, sowie die sorgfältige Auswahl der Baumaterialien und der gepflanzten Bäume um. Beispielsweise tragen gepflasterte statt vollversiegelter Flächen zur ökologischen Gestaltung bei, da durch breitere Fugenabstände mehr Regenwasser versickern kann.
Die Führung dauert etwa eine Stunde und findet bei jeder Witterung statt.
Eine Anmeldung ist nicht notwendig. Treffpunkt: 18 Uhr vor der Willi-Zinnkann-Halle.