Eichhorn: Keine Frage, wir machen mit

Unternehmen informieren sich in Bad Salzhausen über die Landesgartenschau

Geht es um die Frage des Erfolgs der Landesgartenschau Oberhessen 2027, orientiert man sich gerne an Zahlen. Was im Falle einer interkommunalen Veranstaltung mit elf teilnehmenden Kommunen und nur zwei eintrittspflichtigen Geländen nicht einfach ist.

Gemessen am bisherigen Interesse wird jedoch deutlich: „Wir werden im Sommer 2027 der Dreh- und Angelpunkt in Hessen sein.“ Mit diesen Worten machte Florian Herrmann, Geschäftsführer der Durchführungsgesellschaft, beim Sponsoren-Event deutlich, welchen Anspruch die Veranstalter mit dem Großprojekt verbinden.

Vergangene Landesgartenschauen zeigen, dass solche Vorbereitungen oft von einem Satz begleitet werden: „Ich habe es schon immer gesagt.“ Ein Klassiker, der sich vielseitig verwenden lässt – etwa, wenn es Katzen regnet oder man sich später gerne im Glanz des Erfolgs sonnen möchte.

Sonne, ausgelassene Stimmung und viel Zuspruch gab es diese Tage im Kurpark von Bad Salzhausen. Gemeinsam mit der IHK Gießen-Friedberg, dem BVMW Region Wetterau und dem Klimaverein fairnetzt präsentierten die Organisatoren die Vorteile einer Beteiligung an der LGS für Unterstützer und Sponsoren.

Kundenbindung und Marketinginstrument

Zahlreiche Unternehmerinnen und Unternehmer aus Nidda interessieren sich für die Landesgartenschau. Foto: Saladze/LGS

Herrmann betonte vor zahlreichen Gästen aus Wirtschaft und Politik, dass die Schau weit mehr sei als eine klassische Ausstellung. Sie solle der Region eine neue Sichtbarkeit verleihen. Davon profitiere auch die Wirtschaft. Unternehmen hätten vielfältige Möglichkeiten, sich einzubringen. „Wir transportieren jeden mit, der partnerschaftlich mit uns arbeitet“, sagte Herrmann.

Dabei seien sowohl klassische Modelle als auch kreative Projekte möglich. Zum Beispiel sponsert Scherz Umweltdienst aus Altenstadt 88 Hochbeete für die 88 Ortschaften der elf LGS-Kommunen.

Jochen Ruths, Vizepräsident der IHK, Beatrix Bauer von der LGS, Felix Thomas von Lotto Hessen und Wirtschaftsförderer Bernd-Uwe Domes werden von Martin Guth interviewt (v.l.). Foto: Lenz/LGS

Die Landesgartenschau ermögliche es nicht nur, die Schönheit Oberhessens einem breiten Publikum zu zeigen, sondern gleichzeitig wirtschaftliche Chancen zu nutzen.

Es gehe nicht nur um Image und Kontaktpflege, sondern auch um Kundenbindung, Marketingmöglichkeiten und gesellschaftliche Verantwortung im Bereich Umwelt- und Kultursponsoring. Zudem nutzten Firmen Gartenschauen gerne, um Mitarbeitenden, Kundschaft und Partnern einen besonderen Tag zu ermöglichen. Denn sicher ist: Man wird gesehen.

Teil einer modernen Region

Was hat ein Unternehmen von der Landesgartenschau? Dr. Angelika Schlaefke, Ehrenmitglied der IHK Gießen-Friedberg, bezeichnete Landesgartenschauen als wichtige Motoren der Standortentwicklung.

Neue Grün- und Freiflächen, attraktivere Innenstädte und eine höhere Aufenthaltsqualität stärkten nicht nur den Tourismus, sondern auch die Wirtschaftskraft der Region.

Unternehmen könnten sich als Teil einer modernen und lebendigen Region positionieren. „Als IHK Gießen-Friedberg sehen wir die Landesgartenschau Oberhessen ganz klar als Leuchtturmprojekt für unseren Wirtschaftsraum.“ Die IHK werde dort im kommenden Jahr mehrfach präsent sein.

Auch IHK-Vizepräsident Jochen Ruths verwies auf die nachhaltigen Effekte früherer Landesgartenschauen im Kammerbezirk. Die LGS in Bad Nauheim sei rückblickend ein „Gamechanger“ gewesen, dessen positive Auswirkungen bis heute spürbar seien.

Geschäftsführer Stephan Eichhorn von den gleichnamigen Bauzentren Eichhorn in Gedern, Büdingen und Glauburg sprach von einem einmaligen Projekt für die Region. „Es gab ja zu Beginn viel Gezeter. Für uns stand es außer Frage, ob wir mitmachen. Das ist einmalig, was für unsere Region gemacht wird.“

Um dennoch eine konkrete Zahl zu nennen: Die LGS Oberhessen rechnet mit mehr als 400.000 Besuchen. Viel wichtiger als diese direkten Effekte seien jedoch die mittel- und langfristigen Auswirkungen auf Wirtschaft und Kommunen, verdeutlichte Bernd-Uwe Domes, einer der leidenschaftlichsten Wirtschaftsförderer Oberhessens.

Das Unternehmen Lupp ist dabei: Firmenchefin Sina Lupp und Projektentwicklerin Elisabeth Koch genießen die Atmosphäre im Kurpark. Foto: Lenz/LGS

Was nicht unmittelbar in die Kassen gespült werde, sei die sogenannte Umwegrendite für Dörfer und Städte. Wenn Oberhessen im Rhein-Main-Gebiet stärker als attraktiver Lebensraum für Familien und Fachkräfte wahrgenommen werde, belebe das nicht nur die Orte, sondern erhöhe langfristig auch die Einkommensteueranteile der Kommunen.

Ein Pflanzwettbewerb gehört zur Challenge. Foto: Lenz/LGS

Für einen besonderen Moment sorgte Felix Thomas von Lotto Hessen, das sich ebenfalls an der LGS beteiligt. Er überreichte Mark Philippi von Philippi Reisen aus Mücke als Gewinner einer Challenge ein Jahreslos der Umweltlotterie Genau.

Trotz aller Herausforderungen blicken die Beteiligten voller Vorfreude auf das Jahr 2027. Für Florian Herrmann steht schon jetzt fest, wie die Bilanz am Ende lauten soll: „Es wird ein Riesenerfolg.“

Kreativ oder klassisch

Dass Unterstützung nicht nur finanzieller Natur sein muss, betonte Beatrix Bauer, Ansprechpartnerin für das Sponsoring der Landesgartenschau Oberhessen. Die Möglichkeiten reichen von Sachleistungen und kleineren Beiträgen bis hin zu umfangreichen Partnerschaften.

Die verschiedenen Sponsoring-Kategorien reichen vom Unterstützer über den Förderer, Businesspartner bis hin zum Haupt- und Premiumsponsor mit maximaler Präsenz und Teilhabe. Informationen gibt es bei Beatrix Bauer unter Telefon 06043-8029217 oder per E-Mail an beatrix.bauer@lgs-oberhessen.de

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